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Verarbeitung

XERAL FLP 065

Faserleichtputz - wärmedämmend

XERAL FLP 065 Faserleichtputz wärmedämmend ist ein faserverstärkter Wärmedämmputzmörtel der Druckfestigkeitskategorie CS I nach DIN EN 998-1 sowie der Putzmörtelgruppe PII nach DIN 18550 mit rein mineralischen Leichtzuschlägen und der Wärmeleitgruppe (WLG) 065
(gemessen nach ISO 8301) speziell für hochdämmendes Mauerwerk.

Anwendung
Eigenschaften
Technische Daten
Lieferform
Materialverbrauch
Verarbeitung

Anwendung:

  • für Alt- und Neubau
  • für den Außenbereich und im Innenbereich
  • auf allen gängigen Untergründen, speziell auf dämmendem Mauerwerk
  • sehr gute Eignung auch für »weiche« Untergründe wie Dämmziegel, Porenbeton, Dämmsteine

Eigenschaften:

  • hohe Dämmleistung (WLG 065)
  • rein mineralisch
  • ohne Biozide, ohne Polystyrol
  • nicht brennbar
  • diffusionsoffen und wasserhemmend
  • alkalisch
  • maschinengängig
  • schnell und einfach zu verarbeiten
  • sehr ergiebig

Technische Daten:

Wärmeleitfähigkeit λD 0,062 W/ (m • K) (nach ISO 8301)
Bindemittel Zement, Calciumhydroxid
Zuschlag Perlite
Brandschutzklasse A1 (bis 1200 °C)
Wasserdampf­diffusions­widerstand (µ) 5
Trockenrohdichte ca. 260 kg/m³
Druckfestigkeit ca. 0,6 N/mm²

Alle technischen Daten sind Kennwerte, die unter Laborbedingungen auf der Grundlage der einschlägigen Prüfnormen ermittelt wurden. Abweichungen unter Praxisbedingungen möglich.

Lieferform:

  • 13 kg/Sack
  • 21 Säcke/Palette

Materialverbrauch:

  • Sackinhalt: 13 kg
  • Wasserbedarf: ca. 21 l/Sack
  • Ergiebigkeit: ca. 54 l Frischmörtel je Sack
  • Verbrauch: 2,4 kg/qm je 10 mm Putzdicke

Verarbeitung:

GRUNDIERUNG:

  • Auf saugenden Untergründen muss der Untergrund vollflächig mit XERAL PRE 01 Silikat-Tiefengrund vorbereitet werden.

 

UNTERGRÜNDE:

  • Glatte sowie nicht oder schwach saugende Untergründe sind mit XERAL COM 10 Haft- und Klebemörtel als Rillenspachtelung zur Haftverbesserung zu versehen.
  • XERAL PRE 10 Vorspritzmörtel auf Vollziegel verwenden, insbesondere, wenn Altputze entfernt worden sind.

 

HANDVERARBEITUNG:

  • Für die Handverarbeitung den Wasserbedarf für einen gesamten Sack in einen Anmacheimer vorlegen, den kompletten Sackinhalt in das saubere Wasser einstreuen und klumpenfrei bei niedriger Drehzahl anrühren.

 

MASCHINENVERARBEITUNG:

  • Für die Maschinenverarbeitung muss eine für XERAL Dämmputze geeignete technische Ausstattung verwendet werden. Bitte die jeweils aktuellen »Empfehlungen für die Maschinenausrüstung bei der Verarbeitung von XERAL Dämmputzen« beachten.

 

MINDESTAUFTRAGSSTÄRKE:

  • Die Mindestauftragsstärke beträgt 10 mm, im Außenbereich nach Norm im Mittel mindestens 20 mm. Bei Einsatz eines Putzträgers aus Drahtgewebe kann sich die Mindestauftragsstärke durch die notwendige Überdeckung des Putzträgers erhöhen.

 

PUTZDICKEN:

  • Ab einer Putzdicke von > 30 mm sollten XERAL FLP 065 in mehreren Lagen aufgetragen werden. Die letzte Lage eines Dämmputzaufbaus sollte ca. 20 mm betragen, um die bestmögliche Oberflächengüte beim Abziehen der letzten Lage zu erzielen. Die Schichtstärke einer einzelnen Lage kann je nach Untergrund und Konsistenz des Mörtels bis zu ca. 60 mm betragen. Die Oberflächen der einzelnen Zwischenlagen bleiben im Spritzbild stehen und brauchen nicht zusätzlich aufgeraut zu werden. Sobald eine Putzlage ausreichend angesteift ist, was bei guten Witterungsbedingungen bereits am gleichen Tag möglich ist, kann die nächste Putzlage aufgetragen werden. Bleibt eine Zwischenlage aufgrund einer Baustellenunterbrechung länger als 3 – 4 Tage stehen, so ist diese Oberfläche aufzurauen.
  • Den Putzmörtel immer »von unten nach oben« anspritzen, d. h. von unten nach oben aufbauen.
  • Die letzte Lage wird nach ausreichender Erhärtung mit einem geeigneten Werkzeug vollflächig aufgeraut.

 

VERARBEITUNGSZEIT:

  • Die Verarbeitungszeit des Frischmörtels beträgt je nach Witterungsbedingungen maximal 2 Stunden.
  • Bei einer Maschinenverarbeitung sollten die Mischpumpe und die Schläuche bei mehr als 15 Min. Arbeitsunterbrechung leer gefahren und gereinigt werden.

 

TEMPERATUR UND WITTERUNG:

  • Der frisch aufgebrachte Putz ist vor zu schnellem Wasserentzug durch Sonne, Wind, hohenTemperaturen sowie vor Schlagregen und Frosteinwirkung durch geeignete Maßnahmen zu schützen.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit und tiefe Temperaturen können die Abbindezeit deutlich verlängern.
  • Nicht verarbeiten bei Bauteil- und Lufttemperaturen unter +5°C bzw. über + 30°C.